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Viagra: gleicher Potenzmittel mit gefährlichen Nebenwirkungen

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Mittwoch, 14.09.2016, 13:44

Jeder kennt es, doch kaum einer weiß, wie es genau im Körper wirkt: Viagra. Das Potenzmittel mit dem Wirkstoff Sildenafil hilft seit 1998 gegen eine ungewollte Flaute im Bett. Was Sie vor der Einnahme wissen sollten.

  • In Viagra steckt der Wirkstoff Sildenafil. Er verbessert die Potenz und ist mittlerweile auch in Konkurrenzprodukten enthalten.
  • Je mehr, desto besser, gilt bei der Einnahme von Viagra nicht. Wer die empfohlene Menge übersteigt, riskiert höchstens stärkere Nebenwirkungen.

Der Wirkstoff Sildenafil verbessert die männliche Potenz und hilft gegen Erektionsstörungen. 1998 kam der Stoff auf den Markt - das Produkt hieß Viagra. Heutzutage gibt es zahlreiche Nachahmer-Präparate, sogenannte Generika,sowie Produkte mit ähnlichen Wirkstoffen und vergleichbarer Wirkung.

Viagra: Durch Zufall entdeckt

Ursprünglich hatten die Forscher des Pfizer Central Research in Großbritannien nicht vor, ein Mittel gegen Erektionsstörungen zu entwickeln. Stattdessen suchten sie nach einem Medikament gegen koronare Herzerkrankungen, das die Herzgefäße entspannt und plötzliche Schmerzen in der Brust lindert.

Obwohl die gewünschten Effekte bei den Probanden nicht eintraten, wollten einige Testpersonen die übrigen Medikamente nach Ende der Studie nicht mehr herausrücken. So stellten die Forscher fest, dass sie ungewollt eine Lösung für ein anderes Leiden gefunden hatten: Erektionsstörungen.

In ihrer 1996 veröffentlichten Studie erklärten die britischen Wissenschaftler: "Sildenafil macht Hoffnung auf eine vielversprechende neue orale Behandlung einer erektilen Dysfunktion."

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Sildenafil: Die Wirkung von Viagra

Nach einer sexuellen Erregung sorgt das körpereigene Enzym Phosphodiesterase 5 (kurz PDE-5) dafür, dass der Penis wieder erschlafft. Es baut die Guanosinmonophosphat-Moleküle, die das männliche Glied steif werden lassen, wieder ab und reduziert die Blutzufuhr. Der in Viagra enthaltene Wirkstoff Sildenafil ist ein PDE-5-Hemmer. Er verstärkt die Reaktion des Körpers auf sexuelle Reize und verhindert das Erschlaffen des Penis'.

Bei der Einnahme von Viagra ist also erst einmal eine sexuelle Stimulation nötig. Ohne diese zeigt Sildenafil keine Wirkung.

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Die richtige Dosierung

Hersteller Pfizer empfiehlt, eine 50-mg-Filmtablette etwa eine Stunde vor dem Geschlechtsverkehr einzunehmen. Anwender sollten die Dosis höchstens auf 100 mg erhöhen und Viagra höchstens einmal täglich einnehmen.

Patienten mit einer schweren Niereninsuffizienz oder einer Leberfunktionsstörung sollten zunächst nur 25 mg Viagra einnehmen und die Dosis bei Bedarf schrittweise auf maximal 100 mg erhöhen.

Eine höhere Dosis führe nicht zu einer besseren Wirksamkeit, betont der Hersteller. Stattdessen kann die Einnahme von zu vielen Pillen unerwünschte Nebenwirkungen verstärken.

 

Viagra: Nebenwirkungen der Tablette

Folgende Nebenwirkungen treten laut Pfizer am häufigsten auf:

  • Kopfschmerzen
  • Hautrötungen
  • Dyspepsie (Schmerzen im Oberbauch, Erbrechen, Sodbrennen, Völlegefühl)
  • Verstopfung der Nase
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Hitzewallungen
  • Sehstörungen

Viagra rezeptfrei kaufen?

Viele Männer möchten ein potentiell unangenehmes Arztgespräch über eine erektile Dysfunktion gerne vermeiden und Viagra einfach ohne Rezept kaufen. Das ist in vielen Online-Shops möglich, wo Interessierte neben dem bekannten Viagra auch günstigere Generika wie Cialis oder Levitra bestellen können.

Wer Viagra online kauft, befindet sich allerdings in einer rechtlichen Grauzone. In deutschen Apotheken ist das Potenzmittel nur mit Rezept legal erhältlich. Und das hat einen guten Grund: Nutzer sollten ausreichend von einem Experten über Wirkung und Nebenwirkungen aufgeklärt werden und mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten abklären. Für Patienten mit schweren Herzkrankheiten kann die Einnahme von Viagra gefährlich sein.

Schämen sollten sich betroffene Männer nicht, das Thema Erektionsstörungen beim Arzt anzusprechen. Unter den 40- bis 49-Jährigen ist knapp jeder zehnte Mann von einer erektilen Dysfunktion betroffen. Das heißt, er bekommt in mehr als zwei Dritteln aller Fälle keine Erektion oder kann diese nicht lange genug aufrecht erhalten. Zahlreiche Männer versuchen, mit Potenzmitteln entgegenzuwirken. Welche Ursache die Impotenz hat und ob der Einsatz von Viagra überhaupt sinnvoll ist, kann ein Arzt abklären.

Im Video: Aufgepasst, liebe Männer! So leicht schützen Sie sich vor Impotenz

aba/solg


Source: http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/medikamente/viagra-potenzmittel-mit-gefaehrlichen-nebenwirkungen_id_5698247.html


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